• Laura Enderlin

Montezuma, Costa Rica

Das kleine Dorf Montezuma, im Süden der Nicoya-Halbinsel, ist vor allem für seine wunderschönen Strände und die vielen Künstler bekannt. Montezuma war für uns die erste Station an der Pazifikküste und damit am Meer, weshalb wir uns voller Vorfreude auf den Weg machten. Der Bus, welcher uns aus dem Hochland an die Küste brachte, fuhr bereits um 08:00 Uhr morgens los. Mit jedem Höhenmeter den wir hinter uns ließen stiegen Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Nach drei Stunden erreichten wir die Stadt Puntarenas, von wo aus die Fähre auf die Halbinsel ablegt. Nach einer weiteren Stunde auf dem Wasser und einer erneuten Busfahrt die etwa eineinhalb Stunden dauerte, hatten wir es dann endlich an unser Ziel geschafft. Der Bus ist das primäre Verkehrsmittel der Einheimischen und verbindet durch die zahlreichen Anbieter und Verbindungen das ganze Land. Durch die günstigen Preise sind die öffentlichen Busse auch bei Rucksack-Touristen sehr beliebt, die, wie auch wir, immer ein Auge auf ihr Budget haben. Für die Anreise von Monteverde nach Montezuma, die letztendlich sieben Stunden gedauert hat, haben wir gerade einmal 6,50€ p.P. gezahlt.


Durch die vielen Badeorte und Surfcamps entlang der Pazifikküste, ist die Nicoya-Halbinsel bei Touristen äußerst beliebt. Montezuma ist im Vergleich zu anderen Orten dort eher ruhig und ein Sammelbecken für Aussteiger. Auf einem Künstlermarkt und in zahlreichen "Hippie-Läden" wird vor allem selbsthergestellter Schmuck angeboten. An unserem ersten Tag erkundeten wir das Zentrum und die nahegelegenen Wasserfälle Montezumas. Den untersten, und mit 27m auch den höchsten der drei Wasserfälle, erreichten wir nach 30 Minuten zu Fuß. Ein großer Naturpool lädt hier ein sich abzukühlen. Ein Felsen direkt neben dem Wasserfall bietet außerdem die Gelegenheit, sich aus 4 Metern waghalsig ins Wasser zu stürzen. Damit aber noch nicht genug: wir ließen uns von einer Chilenin überreden, ihr die 12 Meter Höhe des zweiten Wasserfalls ebenfalls mit einem mutigen Sprung ins kühle Nass zu folgen. Gesagt getan - der Gruppenzwang hat letzten Endes dann doch die Höhenangst besiegt.

Diesen und die folgenden Abende testeten wir ein "Soda" (so werden hier einfache und vor allem günstige Restaurants genannt) nach dem anderen.

Am nächsten Tag machten wir mit einem gemieteten Quad die restlichen Küstenorte in der Gegend unsicher. Wir schätzten die neu gewonnene Freiheit sehr, einfach an verlassenen Stränden zwischen den einzelnen Orten anzuhalten und durch die Wellen zu hüpfen. Wir besuchten eine kleine Insel mit einem Friedhof (Isla Cabuya) und lernten Santa Teresa als einen absoluten Surfer-Hotspot kennen. Die Wege zwischen den Küstenorten sind nur teilweise asphaltiert, oft sind es Schotterpisten, welche auch immer mal wieder das Durchqueren einer kleinen Wasserstelle mit unserem Quad erforderten. Ihr könnt euch vorstellen was für einen Spaß wir dabei hatten :-) Den Sonnenuntergang konnten wir, ausschließlich in Gesellschaft tausender Einsiedlerkrebse, kurz vor einem kleinen Ort namens Manzanillo, ganz in Ruhe genießen.

In Montezuma bot sich zudem die erste Gelegenheit Aufnahmen mit unserer Drohne zu machen. Es war wirklich faszinierend wie wunderschön die Pazifik-Küste Costa Ricas, mit ihrem grünen Dschungel und den heran rollenden Wellen im leuchtend blauen Wasser erst von oben aussieht! Seid gespannt, wir freuen uns schon darauf das fertig geschnittene Video bald mit euch teilen zu können.




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